Saarstahl setzt in der Walzringbearbeitung auf die Rundschleifmaschine Lean Selection shaft von JUNKER
Komplettbearbeitung der Walzringe – Saarstahl setzt auf JUNKER
Saarstahl zählt zu den weltweit bedeutendsten Herstellern von Stahl-Langprodukten und beliefert als verlässlicher Partner Kunden aus verschiedensten Branchen mit maßgeschneiderten Produkten, die höchsten Qualitätsanforderungen entsprechen.
Das Produktportfolio der Saarstahl AG umfasst ein breites Spektrum an Langprodukten, den größten Anteil bildet Walzdraht, gefolgt von Stabstahl sowie Schienenprodukten. Die vielfältigen Erzeugnisse finden ihren Einsatz in zentralen Industriezweigen wie der Automobilindustrie, dem Maschinenbau, dem Schienenverkehr sowie im Baugewerbe und der Infrastruktur. Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens basiert auf einer Kombination aus technologischer Kompetenz, konsequenter Kundenorientierung und einer starken internationalen Positionierung. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Unternehmensstrategie liegt zudem auf der nachhaltigen Transformation der Stahlproduktion: Saarstahl investiert konsequent in moderne, klimafreundliche Technologien mit dem Ziel, Stahl zukünftig CO2-reduziert zu produzieren. Technologisch setzt Saarstahl Maßstäbe, beispielsweise mit Walzdraht aus dem Werk Burbach ab 4,5 mm Durchmesser – dem dünnsten seiner Art in Europa.

Fertigblock mit den auf der Lean Selection shaft bearbeiteten Hartmetallwalzringen.

Im Werk Burbach zählt jede Minute, jedes Bauteil, jeder Prozessschritt. Und gerade dort, im Herzen der Produktion, stehen die Walzringe im Fokus: hochbelastete Komponenten, die die Qualität des gesamten Walzprozesses mitbestimmen. So begann auch die Zusammenarbeit zwischen Saarstahl und JUNKER im Jahr 2019 mit den ersten Schleifversuchen, als Saarstahl nach einer neuen, effizienteren und präziseren Lösung für das Bearbeiten der Walzringe suchte. Während zuvor für die Bearbeitung von Außendurchmesser und Profil zwei separate Maschinen erforderlich waren, ermöglicht die JUNKER Schleifmaschine Lean Selection shaft die Komplettbearbeitung in einer Aufspannung. Dabei kann die Schleifscheibe direkt auf der Schleifmaschine abgerichtet werden – ein weiterer entscheidender Vorteil gegenüber der bisherigen Lösung. Die Komplettbearbeitung in einer Aufspannung steigert nicht nur die Prozesssicherheit, sondern auch die Qualität der Walzringe spürbar. Die Ergebnisse überzeugen mit perfektem Rundlauf, hoher Maßhaltigkeit und einer konstant hochwertigen Oberflächen- und Profilgenauigkeit. Gleichzeitig verschlanken verkürzte Neben- und Rüstzeiten den Produktionsprozess deutlich. Ein weiterer Pluspunkt ist der schnelle Wechsel der Kaliber ohne zusätzliche Umbaumaßnahmen, wodurch eine hohe Flexibilität im täglichen Betrieb gewährleistet wird.
"Im Zentrum der Stahlproduktion: Perfekte Walzringe für maximale Prozesssicherheit"
Insgesamt bietet die JUNKER Schleifmaschine damit eine moderne, wirtschaftliche und technologisch überlegene Lösung, die die bisherigen Systeme klar übertrifft.
Die auf der Lean Selection shaft erzeugten Walzringe werden im 10-gerüstigen Fertigblock eingesetzt. Dort wird die Walzader in den vier einzelnen Vor- und Fertigblöcken zu Draht ausgewalzt, der dann eine Produktionsgeschwindigkeit von bis zu 100 m/s erreicht. Die hohe Leistungsfähigkeit der Anlage setzt entsprechend exakte und langlebige Walzringe voraus – Anforderungen, die durch die präzise Bearbeitung auf der JUNKER Schleifmaschine erfüllt werden. Im laufenden Betrieb werden auf der Lean Selection shaft im 18-Schicht-Modell wöchentlich bis zu 500 Walzringe bearbeitet. Diese Leistungszahl unterstreicht die zentrale Rolle der Maschine innerhalb der Produktionskette und gewährleistet eine kontinuierliche Versorgung der vier Fertigblöcke mit Walzringen. „Seit wir 2023 die JUNKER Schleifmaschine in unseren Produktionsprozess integriert haben, sprechen die Ergebnisse für sich: Die Lean Selection shaft hebt unsere Walzringbearbeitung sowohl technisch als auch wirtschaftlich auf ein neues Niveau“, berichtet Stefan Hellbrück, Leiter der Walzstraße im Werk Burbach. Heute werden nur noch wenige Schleifscheiben benötigt, statt wie früher mehr als hundert.

HM-Walzringe, die auf der Lean Selection shaft bearbeitet wurden.

Die 4-adrige Walzstraße im Saarstahl-Werk im Stadtteil Burbach, Saarbrücken, Deutschland.
Doch Technologie allein macht keinen Erfolg. Es ist auch die Zusammenarbeit, die den Unterschied macht. Besonders geschätzt wird das sehr gute Verhältnis zwischen den Teams, das von einer offenen und zuverlässigen Kommunikation geprägt ist. Beide Seiten konnten sich im Projekt einbringen, Ideen austauschen und gemeinsam Lösungen entwickeln – eine partnerschaftliche Zusammenarbeit, bei der sich sowohl Saarstahl als auch JUNKER aktiv verwirklichen konnten. „Seit den ersten Schleifversuchen im Jahr 2019 hat sich die Zusammenarbeit mit JUNKER kontinuierlich weiterentwickelt – und wir schätzen das offene, konstruktive und fachlich starke Miteinander sehr. Die Kommunikation war jederzeit transparent, lösungsorientiert und auf Augenhöhe“ so Stefan Hellbrück.
Thomas Bender, Meister in den Produktionsnahen Werkstätten im Werk Burbach, fügt hinzu: „Die seit Jahren vertrauten Ansprechpartner bildeten die Grundlage für schnelle Lösungen, kurze Wege und eine zuverlässige Service- und Aftersales-Qualität.“
Lean Selection shaft
Die Lean Selection shaft Schleifmaschine bietet eine Vielzahl technischer Vorteile, die sich unmittelbar auf Prozesssicherheit, Effizienz und Produktqualität auswirken.




